an der oberfäche - 2010 - Buch, 25 Portraits

Die Arbeit  “an der Oberfäche” besteht aus einer Reihe Portraits, die in einem Buch zusammengesetzt wurden. Auf jedem Portrait ist jeweils eine Person (in Frontal-, Profl- oder Schrägansicht) vor einem neutralen Hintergrund in ebensolchem Licht zu sehen.

Keine  der  abgebildeten  Personen wird  durch  umgebende  Faktoren  auf  eine  spezielle Weise hervorgehoben und gleichzeitig erhält jede von ihnen einen anderen, individuell anmutenden Bereich, der im Fokus liegt. Diese Akzentuierung der einzelnen Bereiche animiert den Betrachter zur Annahme, diese wären von besonderer Bedeutung/Wichtigkeit und könnten eine gehaltvolle Mitteilung über die Person vermitteln. Die Lockenspitze eines Menschen trägt jedoch nicht mehr oder weniger Aussage über seine Persönlichkeit als seine Lippen oder die Stirn. Es geht hier um Willkür, die Beliebigkeit, die versucht zu verdeutlichen, dass wir uns lediglich auf der Oberfäche der Hülle bewegen und keinen Weg fnden, ins Innere vorzudrängen.
Diese Arbeit  setzt  sich mit dem Akt des Betrachtens  sowie mit der Problematik des Portraits als Mittel  der  Verdeutlichung  bzw.  der  Darstellung  des  Charakters  der  abgebildeten  Person auseinander.